Ayşe Şan
Sänger · mit ~58 gestorben
Profil
| Alter | mit ~58 gestorben |
|---|---|
| Geburtsdatum | 1938 |
| Geburtsort | Diyarbakır |
| Gestorben | 18. Dezember 1996 |
| Sterbeort | İzmir, Türkiye |
| Beruf | Sänger |
Ayşe Şan — Biografie
Ayşe Şan (Eyşe Şan) wurde 1938 in Diyarbakır als Tochter einer Dengbêj-Familie geboren und wurde als eine der originellsten Stimmen der kurdischen Musik bekannt. Die Künstlerin, die 1958 bei lokalen Veranstaltungen zu singen begann, machte ihre ersten Aufnahmen auf Türkisch bei einem Radiosender in Gaziantep; 1960 ließ sie sich in Istanbul nieder, nahm ihr erstes kurdisches Album auf und erreichte in kurzer Zeit ein breites Publikum.
Ayşe Şan, die in den 1970er Jahren vor dem repressiven Umfeld nach Deutschland emigrierte, verlor in diesen Jahren ihre achtzehn Monate alte Tochter Şahnaz und verarbeitete diesen Schmerz in ihrem Werk Qederê; Xerîbim Dayê, das sie nach dem Tod ihrer Mutter schrieb, blieb als eines ihrer bekanntesten Stücke in Erinnerung. 1979 reiste sie in den irakischen Kurdistan und teilte die Bühne mit bedeutenden Künstlern der Zeit; ab den 1980er Jahren ließ sie sich in İzmir nieder und arbeitete eine Zeit lang bei der Post. Die Künstlerin, die am 18. Dezember 1996 an Krebs verstarb, wird als „Taçsız Kraliçe" („Ungekrönte Königin") in Erinnerung behalten; im Jahr 2025 wurde ihr Leichnam ihrem Wunsch entsprechend in ihre Heimatstadt Diyarbakır überführt und dort gewürdigt.
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