Nazım Hikmet
Dramatiker · mit 61 gestorben
Profil
| Alter | mit 61 gestorben |
|---|---|
| Geburtsdatum | 15. Januar 1902 |
| Geburtsort | Selanik |
| Gestorben | 3. Juni 1963 |
| Beruf | Dramatiker, Dichter, Autor, Drehbuchautor |
| Sternzeichen | Steinbock |
Nazım Hikmet — Biografie
Nâzım Hikmet Ran (15. Januar 1902, Thessaloniki – 3. Juni 1963, Moskau) war ein Dichter, Dramatiker, Romancier und Drehbuchautor, der als eine der Gründerfiguren der modernen türkischen Lyrik gilt. Er ist als Vorreiter des freien Verses im Türkischen bekannt; seine Gedichte wurden in mehr als fünfzig Sprachen übersetzt, und 1950 wurde ihm der Internationale Friedenspreis verliehen. Nach dem Besuch des Galatasaray-Gymnasiums und der Marineschule studierte er in Moskau an der Kommunistischen Universität der Werktätigen des Ostens sowie an der Staatlichen Lomonossow-Universität.
Wegen seiner kommunistischen Ansichten und seiner Mitgliedschaft in der verbotenen Kommunistischen Partei der Türkei wurde Hikmet in der Türkei in elf verschiedenen Verfahren angeklagt und saß insgesamt mehr als zwölf Jahre in den Gefängnissen von Istanbul, Ankara, Çankırı und Bursa; in den Zeiten, in denen er verboten war, benutzte er die Pseudonyme Orhan Selim, Ahmet Oğuz, Mümtaz Osman und Ercüment Er. 1951 verließ er die Türkei, wurde aus der türkischen Staatsbürgerschaft ausgeschlossen und nahm die polnische Staatsbürgerschaft an; dieser Beschluss wurde 46 Jahre nach seinem Tod, am 5. Januar 2009, aufgehoben.
Neben der Literatur beschäftigte sich Hikmet auch mit dem Kino und wirkte in den 1930er- und 1940er-Jahren an zahlreichen Filmen als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent mit. Er starb am 3. Juni 1963 in Moskau an einem Herzinfarkt, und sein Grab befindet sich noch immer in dieser Stadt.
Fotos
Reaktionen
Sie können bis zu 3 Reaktionen auswählen.




Kommentare (0)